Magdeburg (dpa/sa) - Wegen eines hohen Anteils an Schulleiterinnen in Sachsen-Anhalt erreicht die Frauenquote bei den Führungspositionen in der Landesverwaltung nahezu 50 Prozent. Laut der Erhebung zum geschlechtersensiblen Monitoring besetzten Frauen zum Jahreswechsel 49,8 Prozent der leitenden Stellen, wie die Staatskanzlei am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts in Magdeburg mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Plus von 0,5 Prozentpunkten gewesen. Ohne Schulleitungen läge die Frauenquote bei 37,1 Prozent. Im Koalitionsvertrag ist das Ziel verankert, dass gleichviele Frauen und Männer Führungspositionen bekleiden sollen.

Justiz- und Gleichstellungsministerin Anne-Marie Keding (CDU) erklärte, die nahezu erreichte Zielmarke von 50 Prozent dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem auf der Ministeriumsebene weiterhin ein großer Nachholbedarf bestehe. In den Ministerien wurden Abteilungs-, Referats- und Stabsstellenleitungen sowie die Beauftragten des Landes einbezogen. In nachgeordneten Bereichen waren es Amts- und Behördenleitungen, Abteilungsleitungen, Referats- und Dezernatsleitungen. Hinzu kamen die Schulleitungen.

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