Magdeburg (dpa/sa) - Die Zahl der Bewerber um den Chefposten bei der SPD in Sachsen-Anhalt steigt auf fünf. Der langjährige Verbandsdirektor der Wohnungswirtschaft im Land, Jost Riecke, stieg am Dienstag ins Rennen ein, wie ein Parteisprecher sagte. Riecke sei von der Landesarbeitsgemeinschaft 60 plus nominiert worden. Zuvor hatten bereits der Landtagsabgeordnete Andreas Schmidt und die Pfarrerin Juliane Kleemann ihre Kandidatur erklärt. Die Nachwuchspartei Jusos schlug Katharina Zacharias aus Haldensleben vor, die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) nominierte Seluan Al-Chakmakchi aus Güsten.

Der amtierende SPD-Landeschef Burkhard Lischka will bei der nächsten Vorstandswahl nicht erneut kandidieren. Der renommierte Innenexperte zieht sich im Laufe dieses Jahres auch aus dem Bundestag zurück und arbeitet als Notar in Haldensleben. Die Landes-SPD will künftig ein Duo aus Mann und Frau an der Spitze haben. Bei einem Sonderparteitag am Samstag in Zerbst soll die Satzung entsprechend geändert werden.

Wie viele Kandidaten sich noch für den Vorsitz melden, ist offen. Die Bewerbungsfrist endet um Mitternacht in der Nacht zu Sonntag, wie ein Parteisprecher weiter sagte.