Köthen (dpa/sa) - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Bürger von Köthen für ihren Umgang mit den rechtsgerichteten Demonstrationen im September 2018 gelobt. "Die Zivilgesellschaft in Köthen hat darauf vorbildlich reagiert und gehandelt", sagte die SPD-Politikerin bei einem Besuch in der Stadt am Dienstag. Demokratische und weltoffene Kräfte hätten in Köthen gezeigt, dass sie die Stadt nicht den Rechtsextremisten überlassen.

In der Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld war es im September vergangenen Jahres nach dem Tod eines 22-Jährigen zu rechtsgerichteten Demonstrationen und Gegenprotesten gekommen. Vor einer der Demos hatten die Köthener ihren Marktplatz bunt angemalt, um ein Zeichen für Frieden und Toleranz zu setzen. Eine große brennende Kerze wurde auf das Pflaster gemalt, umrahmt von einer Blume und einer Friedenstaube.

Köthen wurde am Dienstag im Beisein von Giffey in das Bundesprogramm "Demokratie Leben!" aufgenommen. Im Rahmen einer "Partnerschaft für die Demokratie" werden in ganz Deutschland 300 Städte und Landkreise unterstützt, um Konzepte zur Förderung von Demokratie und Vielfalt zu entwickeln.