Magdeburg (dpa/sa) - Die Grünen in Sachsen-Anhalt fordern vom Bund mehr Geld zur Beseitigung von Waldschäden. Obwohl zehn Prozent der deutschlandweiten Waldschäden der vergangenen beiden Jahre auf Sachsen-Anhalt entfallen seien, erhalte das Land lediglich 4,38 Prozent der vom Bund bereitgestellten Mittel in Höhe von 98 Millionen Euro, so der Landesverband der Grünen. "Wir fordern von der Bundesregierung stattdessen eine Verteilung nach tatsächlicher Höhe der Schäden", erklärte der Landesvorsitzende Sebastian Striegel am Dienstag in Magdeburg.

Der Landesvorstand begrüßte die in Sachsen-Anhalt bereits eingeleiteten Maßnahmen zum Erhalt der Wälder in Zeiten der Klimakrise. Der Waldumbau hin zum klimastabilen Mischwald, ein Fokus auf standortgerechte Arten, regionale Anpassungen beim Brandschutz sowie die Personalverstärkung und Nachwuchskräftegewinnung stünden bereits auf der Agenda des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie. Die Behörde wird von der Grünen-Politikerin Claudia Dalbert geleitet.

Es sei jedoch auch mehr Klimaschutz nötig. "Waldumbau und Schadensminimierung sind ansonsten vergeblich. Nachhaltiger Waldumbau dauert Jahrzehnte. Das macht ein sofortiges Umdenken und Handeln gegen die Klimakrise unabdingbar, sonst werden alle eingeleiteten Maßnahmen verpuffen", hieß es.

Mitteilung Bündnis 90/Die Grünen