Halle (dpa/sa) - Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) hat sich zum Wahlkampfauftakt für einen 24-Stunden-Dienst der städtischen Ordnungskräfte ausgesprochen. Zivilstreifen sollten etwa verstärkt gegen Alkohol-Missbrauch und Müll vorgehen. Auch die entsprechenden Bußgelder sollten erhöht werden. Zum möglichen Ausgang der Wahl wollte Wiegand keine Prognose abgeben. Bei der Vorstellung seines Programms am Dienstag sagte er: "Ich bin sehr entspannt."

Weitere Themen des Wahlprogramms sind unter anderem die Sozial-, Wirtschafts- und die Klimapolitik. In Halle wird am 13. Oktober ein neuer Oberbürgermeister gewählt.

Wiegands Konkurrent Hendrik Lange (Linke), der auch von den Grünen und der SPD unterstützt wird, hatte in seinem am Montag vorgestellten Programm eine "notwendige Verkehrswende" in Halle gefordert. Zudem wolle er ein gesellschaftliches Klima schaffen, in dem Herkunft, Alter, Geschlecht, Religion oder sexuelle Identität keine Rolle spielen. Die Stadt gestalte man nicht als One-Man-Show.

CDU und FDP gehen mit dem Freidemokraten Andreas Silbersack ins Rennen. Die AfD hat noch keinen Kandidaten benannt. Ob Wiegand auch Projekte mit der AfD durchführen werde, ließ er offen. Er betonte aber, dass für seine Projekte ein demokratischer Konsens "für ein starkes und vielfältiges Gemeinwesen" von Nöten sei. Zudem sagte er: "Mit der AfD führe ich im Rahmen des Wahlkampfs keine Gespräche."

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