Halle (dpa/sa) - Aus Sicht der Handwerkskammer Halle muss die duale Ausbildung mehr thematisiert werden, um die Zukunft der Betriebe zu sichern. "Wenn wir heute keine Facharbeiter und Gesellen ausbilden können, fehlen in wenigen Jahren potenzielle Betriebsnachfolger", sagte der Hauptgeschäftsführer der Kammer, Dirk Naumann, in Halle. Die Verantwortung dafür liege auch bei der Landespolitik. Es müssten vor allem Themen wie die Berufsorientierung, Berufsschulstruktur, Finanzierung und gesellschaftliche Akzeptanz der Ausbildung auf die Agenda. "Wir haben nicht die Zeit, Bildungsthemen zum Spielball
politischer Diskussionen zu machen", so Neumann. Vielmehr sei ein rasches, zukunftsorientiertes Handeln gefragt.

Den Angaben nach wurden in diesem Ausbildungsjahr bislang 1264 neue Verträge für eine Lehre im Bezirk der Handwerkskammer Halle abgeschlossen. Das seien nur 59 weniger als vor einem Jahr, hieß es. Trotz der coronabedingten Einschränkungen etwa bei den Maßnahmen zur Berufsorientierung blieb die Zahl der Neuverträge damit in etwa stabil.