Magdeburg (dpa) - Sachsen-Anhalt will in der Corona-Krise weiter seinen eigenen Weg gehen. Vor den nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Dienstag sagte der sachsen-anhaltinische Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) der "Bild am Sonntag": "In Sachsen-Anhalt verfolgen wir weiter unseren eigenen Weg. Die Infektionen in Sachsen-Anhalt gehen leicht nach oben, sind aber noch nachverfolgbar und aktuell kein Grund darüber nachzudenken, die Maßnahmen wieder zu verschärfen."

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für "Bild am Sonntag" sprechen sich die Menschen in Deutschland mehrheitlich gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln aus. Demnach wollen 57 Prozent der Befragten die Maßnahmen in ihrer aktuellen Form beibehalten, 8 Prozent sprachen sich für eine Lockerung aus, 33 Prozent für eine Verschärfung (2 Prozent weiß nicht/keine Angabe).

Zuletzt hatten Merkel und die Länderregierungschefs Ende August in einer Videoschalte nötige Maßnahmen in der Pandemie erörtert. Bereits damals war Sachsen-Anhalt ausgeschert. In dem Bundesland müssen Maskenverweigerer zum Beispiel nach wie vor keine Strafe zahlen.

Sachsen-Anhalt-Plan