Krefeld (dpa) - Manager Stefan Effenberg wehrt sich gegen das Etikett "Skandalclub" für den lange kriselnden Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen. "Das ist lächerlich. Genau wie beim FC Bayern "FC Hollywood"", sagte der frühere Nationalspieler in einem Interview des "Kicker" (Donnerstag). "Für uns gilt nur: Wir sind von der 5. in die 3. Liga aufgestiegen. Das schaffst du nicht, wenn du ein Skandalclub bist", betonte der 51-Jährige, der sein Amt als Manager Sport bei den als Aufstiegsaspiranten gehandelten Rheinländern Anfang Oktober auf Platz 15 übernommen hat. Uerdingen tritt am Sonntag (13.00 Uhr/Magenta Sport) beim Halleschen FC an.

Inzwischen steht der KFC mit 29 Punkten auf Rang acht - nur drei Punkte hinter dem Relegationsplatz. "In der Liga kann alles passieren, das hat man an uns gesehen und an Kaiserslautern, die totgeschrieben waren", meinte der einstige Champions-League-Sieger. Den erhofften Aufstieg in die 2. Bundesliga hat "Effe" längst noch nicht aus den Augen verloren. "Wenn wir es nach der Pause schaffen, Kontakt zu den ersten zwei, drei Teams herzustellen, können wir gerne noch mal reden", sagte Effenberg.

Der russische Investor Michail Ponomarew hatte Großes mit dem KFC vor, doch ständige Trainerwechsel sorgten für Unruhe und Unmut bei den Fans, die Aufstiegsplätze waren schon weit weg. Nach der Verpflichtung von Effenberg als Manager und Daniel Steuernagel als Cheftrainer herrscht in Uerdingen nun aber wieder Aufbruchsstimmung.