Magdeburg (dpa/sa) - Der Landtag hat Studenten in der Corona-Krise etwas Luft verschafft und die Regelstudienzeit um ein Semester verlängert. Nach der Änderung des Studierendengesetzes am Dienstag haben die Studenten nach dem Sommersemester mit vielen corona-bedingt ausgefallenen Veranstaltungen und weiteren Einschränkungen nun ein halbes Jahr länger Zeit, ihr Studium abzuschließen. Auch finanziell dürfte die Änderung vielen Studenten helfen: Die Bafög-Bezugsdauer wird mit der Änderung ebenfalls um ein Semester verlängert.

"Die Änderung des Hochschulgesetzes ist wichtig für Studierende, für Hochschulen und für die Bafög-Ämter", sagte Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD). "Sie gibt Bafög-Empfängern in diesen herausfordernden Zeiten ein Stück weit finanzielle Sicherheit zurück", sagte der Minister und frühere Präsident der Landesrektorenkonferenz Sachsen-?Anhalt.

"Zugleich erhalten unsere Hochschulen die Möglichkeit, bei coronabedingt schwächeren Prüfungsergebnissen und Leistungsnachweisen noch stärker im Sinne Ihrer Studierenden zu entscheiden", sagte Willingmann und rief die Hochschule nachdrücklich dazu auf, das auch zu tun. Angesichts des bevorstehenden Lockdowns kündigte Willingmann an, sich Anfang kommenden Jahres mit den Hochschulleitungen und Studierendenvertretungen über den Umgang mit dem aktuell laufenden Wintersemester zu beraten.