Magdeburg (dpa/sa) - Hunderte Menschen haben am Himmelfahrtstag in Magdeburg bei bestem Wetter ein buntes und friedliches "Fest der Begegnung" gefeiert. Bei der von der Polizei seit 1996 organisierten Veranstaltung für ein gewaltfreies Miteinander präsentierten sich auch Vereine und Organisationen, die sich um Migranten kümmern und wichtige Integrationsarbeit leisten, sagte eine Sprecherin des Polizeireviers Magdeburg. Viele Menschen mit Wurzeln in anderen Ländern hätten die Gelegenheit genutzt, ihre Kultur vorzustellen. Zudem gab es Informationsstände, Kleinkunst, Tanz und Musik, etwa vom Landespolizeiorchester. Höhepunkt sei ein interkultureller Gottesdienst zur Mittagszeit gewesen, hieß es.

Sachsen-Anhalts Polizei nutzte die Bühne, um unter anderem das Können ihrer Diensthunde zu präsentieren. Die Besucher seien außerdem sehr an den Themen Verkehrssicherheit, Gefahrenabwehr und Kriminalitätsbekämpfung interessiert gewesen. Das Technische Hilfswerk habe mit einer Darbietung und der Zurschaustellung verschiedener Technik für seine Arbeit geworben, hieß es.

Das "Fest der Begegnung" gab es 1996 zum ersten Mal. Es war die Reaktion der Polizei auf einen Vorfall am Himmelfahrtstag 1994, als Rechtsradikale Ausländer durch die Stadt gejagt und verprügelt hatten. Den Einsatzkräften wurde damals der Vorwurf gemacht, nicht schnell genug eingegriffen zu haben. Heute veranstalten Polizei, Kirchen und Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt das Fest.