Dresden (dpa) - Die Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft hat sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts im Dezember leicht aufgehellt. Damit sei die im Oktober begonnene Abwärtsbewegung vorerst gestoppt, teilte das Institut am Donnerstag mit. Der Geschäftsklimaindex stieg den Angaben zufolge binnen Monatsfrist von 92,1 auf 92,4 Punkte. Die meisten Unternehmen schätzten ihre aktuelle Lage zum Jahresende deutlich besser ein - ihre Geschäftserwartungen hingegen etwas schlechter.

Vor allem im ostdeutschen Dienstleistungssektor und im Handel verbesserte sich die Stimmung zum Jahresende leicht. Während das Geschäftsklima vor allem im Großhandel stieg, fiel es im Einzelhandel. Der Einzelhandel ist stark vom Mitte Dezember verhängten bundesweiten Lockdown betroffen. In Industrie und Bauhauptgewerbe bewerteten im Dezember ihre aktuelle Lage zwar besser, gaben sich hingegen bei den Erwartungen für die kommenden sechs Monate eher pessimistisch.

Das Ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland basiert auf etwa 1700 monatlichen Meldungen von Firmen verschiedener Branchen. Sie werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Der Ifo-Index gilt als Frühindikator für die Konjunktur.