Berlin (dpa/sn) - Die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen will den Pilotabschluss übernehmen, der am Freitag von den Tarifpartnern in Nordrhein-Westfalen erzielt worden ist. "Unser Dank geht an die Kolleginnen und Kollegen in Nordrhein-Westfalen für diesen Pilotabschluss", teilte Berlin-Brandenburg-Sachsen-Bezirksleiter Stefan Schaumburg mit. "Wir müssen in diesen schwierigen Zeiten Beschäftigung sichern und dafür sorgen, dass die Beschäftigten wegen Kurzarbeit und aufgrund von Schul- und Kitaschließungen nicht alleine die Kosten der Corona-Krise tragen müssen."

Die Tarifparteien in NRW hatten sich am Freitag inmitten der Corona-Krise darauf geeinigt, die Löhne in diesem Jahr nicht zu erhöhen. Arbeitnehmer mit kleinen Kindern sollen zusätzliche freie Tage erhalten, und Kurzarbeiter können laut Abschluss auf Zuzahlungen setzen.

Man werde nun in den Gremien beraten, wie der Pilotabschluss für die etwa 290 000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen, Brandenburg und Berlin übernommen werden kann, teilte die IG Metall weiter mit. Zugleich sollen mit den zuständigen Arbeitgeberverbänden Gespräche aufgenommen werden. "Die ursprünglichen Themen dieser Tarifrunde - darunter die Angleichung der Arbeitszeit werden aufgrund der dramatischen Entwicklungen vertagt", sagte Schaumburg. "Wenn wir diese Krise gemeistert haben, werden wir die Themen aber wieder aufgreifen."