Halle (dpa/sa) - Industriebetriebe in Sachsen-Anhalt haben in der Corona-Krise deutliche Umsatzrückgänge verzeichnet. In den ersten neun Monaten meldeten die Unternehmen Umsätze in Höhe von 26,63 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt am Montag in Halle mitteilte. Das entsprach einem Rückgang von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei schlug vor allem das zweite Quartal von April bis Juni mit einem Minus von 15,6 Prozent negativ zu Buche.

Zwischen Juli und September stabilisierte sich die Situation laut Mitteilung und lag noch 10,8 Prozent unter dem dritten Quartal 2019. Zum Vergleich: Zum Jahresauftakt bis Ende März hatten die Umsatzrückgänge bei 1,5 Prozent gelegen.

Positiv entgegen dem allgemeinen Trend entwickelte sich das Geschäft der in Sachsen-Anhalt stark vertretenen Nahrungsmittelbranche: Die Umsätze der Hersteller von Lebens- und Futtermitteln legten in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 6,3 Prozent zu.

Die Gesamtentwicklung bleibt den Statistikern zufolge hingegen tendenziell eingetrübt: Die Industriebetriebe verzeichneten im dritten Quartal 8,2 Prozent weniger neue Aufträge als im Vorjahreszeitraum.

Mitteilung des Statistischen Landesamts zu Industrieumsätzen