Halle (dpa/sa) - Zweieinhalb Wochen nach dem Terroranschlag auf die Jüdische Synagoge in Halle sind am Sonntag die Jüdischen Kulturtage in der Saalestadt eröffnet worden. Vor rund 120 Besuchern im Händel-Haus stellten Kantorin Sveta Kundish und die Regalim Kapelye jüdische Musik aus Ost- und Mitteleuropa, dem Nahen Osten und Marokko vor. "Wir sind mit den Verkaufszahlen der Karten sehr zufrieden", sagte Anton Hieke, Koordinator für die Jüdischen Kulturtage. Die Sicherheit sei gewährleistet. "Draußen steht Polizei, drinnen ist ein Wachschutz und auch das Publikum ist fröhlich aufgeregt", sagte er.

Rund 40 Veranstaltungen umfasst das Programm. Musik und Tanz gehören bis Ende November ebenso zum Angebot wie Führungen durch das jüdische Halle. Die Jüdische Gemeinde Halle öffnet an zwei Freitagen ihre Synagoge für alle Interessenten, die am Gottesdienst zum Schabbat teilnehmen wollen. Da die Synagoge nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen hat, ist eine Anmeldung erforderlich.

Auch außerhalb von Halle haben sich Partner für Veranstaltungen zu den Kulturtagen gefunden. In Aschersleben, Gröbzig, Wittenberg, Eisleben, Sangerhausen und Halberstadt ergänzen Führungen, Theaterstücke und Vorträge das Programm. In Linz und Savannah (Georgia, USA) - Partnerstädte von Halle - tragen die dortigen jüdischen Gemeinden zu den Kulturtagen in der Saalestadt bei.

Jüdische Kulturtage Halle