Magdeburg (dpa/sa) - Vor wenigen Tagen haben Bund und Länder entschieden, dass der Corona-Lockdown bis Monatsende verlängert wird - jetzt will die Landesregierung die genauen Regeln für Sachsen-Anhalt beschließen. Die neue Verordnung will Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Freitagnachmittag (13.00 Uhr) in Magdeburg vorstellen. Klar ist bereits, dass Sachsen-Anhalt aufgrund der angespannten Corona-Lage in den Schulen und Kitas in den kommenden Wochen nur einen Notbetrieb anbietet. Statt fünf Menschen dürfen sich zudem nur noch ein Haushalt plus ein weiterer Mensch treffen. Bundesweit soll der Lockdown bis mindestens 31. Januar gelten.

Parallel zu den schärferen Corona-Regeln laufen die Impfungen gegen den Erreger Sars-CoV-2 weiter. Am Freitagvormittag wird Nachschub des von Biontech entwickelten Impfstoffs in Sachsen-Anhalt erwartet. Es sollen rund 20 000 weitere Dosen angeliefert werden.

Neben Bewohnern in Pflegeheimen sowie Beschäftigten in Krankenhäusern und Heimen sollen ab kommender Woche auch die ersten Über-80-Jährigen in Sachsen-Anhalt eine Impfung bekommen können, die zu Hause leben. In den eigens eingerichteten zentralen Anlaufstellen der Kreise und kreisfreien Städte soll von Montag an nach und nach der Betrieb anlaufen, um Dosen des Vakzins an Impfberechtigte zu verabreichen.

An Schulen und Kitas können sich Beschäftigte auch am Freitag mit Schnelltests freiwillig auf das Coronavirus untersuchen lassen. So sollen bisher unentdeckte Ansteckungen ermittelt und eine Ausbreitung in den Einrichtungen vermieden werden. Kita-Kinder und Schülerinnen und Schüler bis zur sechsten Klasse können von Montag an notbetreut werden, wenn die Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten.