Magdeburg (dpa/sa) - Mund-Nasen-Schutz nicht nur in Bus und Bahn oder beim Einkaufen: Auch in Arztpraxen sollte der Schutz zur "neuen Normalität" werden, forderte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) am Donnerstag in Magdeburg. "Mit dieser einfachen Maßnahme, die nun in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens immer normaler wird, können Patienten mit dabei helfen, Infektionen in Arztpraxen zu verhindern", erklärte der KV-Vorsitzende Burkhard John.

Die meisten Tests auf eine Corona-Infektion erfolgten in ambulanten Praxen, die teilweise extra dafür eingerichtet wurden, hieß es weiter. Sechs von sieben infizierten Patienten würden im ambulanten Bereich behandelt. Die ambulanten Praxen seien der Schutzwall vor den Krankenhäusern, um dort einen Kollaps zu vermeiden.

Dennoch müssten dort auch die vielen anderen akuten und chronischen Erkrankungen weiter behandelt werden. Um das Infektionsrisiko zu mindern, seien in vielen Praxen bauliche und organisatorische Veränderungen erfolgt. Auch die Patienten könnten mit dem Mund-Nasen-Schutz ihren Beitrag leisten.