Halle (dpa/sa) - Die Kliniken in Halle stellen angesichts des steigenden Infektionsgeschehens auf einen Notbetrieb um. "Für alle Krankenhäuser steht die Ampel auf Gelb", sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Freitag. Das bedeute, dass Noteingriffe weiterhin möglich seien. Allerdings würden alle planbaren OPs, die nicht zwingend notwendig seien, verschoben. Ziel sei weiterhin, ausreichend Kapazitäten für Covid-19-Patienten in den Kliniken zu haben.

Am Freitag lag die Inzidenz in Halle bei 117,26 Infizierte pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Im Vergleich zum Vortag infizierten sich 45 Menschen in der Stadt neu mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona stieg auf 38.

Nicht nur in Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen gab es weitere Corona-Fälle. Am Freitag wurden auch in der Justizvollzugsanstalt Halle zwei Mitarbeiter positiv getestet. Künftig sollen alle Angestellten bei Dienstbeginn einen Schnelltest machen, so Wiegand. Das gelte auch für die Berufsfeuerwehr der Stadt. Dort seien derzeit 51 Kräfte in Quarantäne.