Magdeburg (dpa/sa) - Hoteliers und Gastronomen wollen mit mehreren Aktionen in Sachsen-Anhalts Innenstädten auf ihre bedrohliche Lage durch die angeordneten Corona-Schließungen hinweisen. So wollen rund 20 Gastronomen heute auf dem Magdeburger Domplatz zu einer Mahnwache zusammenkommen, wie die Organisatoren mitteilten.

Die Magdeburger beteiligen sich an einer bundesweiten Aktion des Gastgewerbes und stellen leere Stühle auf, die fehlende Gäste symbolisieren sollen. Auch am Goitzsche-Ufer in Bitterfeld-Wolfen, im Strandbad Arendsee in der Altmark sowie auf zentralen Plätzen in Naumburg, Halle, Stendal, Wernigerode und Wittenberg wollen Gastronomen und Hoteliers leere Stühle aufstellen, wie der Branchenverband Dehoga mitteilte.

In Sachsen-Anhalt sind Hotels und Gastronomie seit Mitte März nahezu vollständig dicht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Gaststätten dürfen Speisen nur liefern und zur Abholung anbieten, Hoteliers lediglich Dienstreisende beherbergen.

Die Branche fordert von der Politik einen Zeithorizont, wann mit Lockerungen zu rechnen ist. Die Dehoga will, dass zu diesem Zweck eine Arbeitsgruppe mit Behörden, Betroffenen und Wirtschaftskammern eingerichtet wird, um entsprechende Konzepte zu erarbeiten. Zudem hofft sie auf weitere Unterstützung. In Magdeburg wollen die Gastronomen einen Forderungskatalog an den Landtag übergeben.