Magdeburg (dpa/sa) - Angesichts der Lage an der türkisch-griechischen Grenze sollte Sachsen-Anhalt aus Sicht der Linken-Landtagsfraktion Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen. "Die Situation an den europäischen Außengrenzen ist unerträglich. Das Elend auf Lesbos an der türkischen Grenze ist der Preis für die niedrigen Zuzugszahlen in Deutschland und auch Sachsen-Anhalt", erklärte die Fraktionssprecherin für Asyl und Migration, Henriette Quade, am Montag in Magdeburg. Nach den jüngsten Entwicklungen sei zu befürchten, dass die Gewalt gegen Geflüchtete in Griechenland weiter zunehme.

Sachsen-Anhalt habe nicht genutzte Kapazitäten, Flüchtlinge unterzubringen. Diese müssten nun vorbereitet werden. "Die Landesregierung muss nun alle ihre Möglichkeiten gegenüber dem Bund nutzen, um zu ermöglichen, dass Geflüchtete aus Griechenland schnell in Sachsen-Anhalt untergebracht werden können." Griechenland dürfe nicht mit der Versorgung der Menschen allein gelassen werden.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag erklärt, die Tore zur EU seien für Migranten geöffnet. Daraufhin hatte es einen Ansturm auf die griechisch-türkische Grenze gegeben. Griechische Sicherheitskräfte sollen am Montagvormittag Tränengas und Blendgranaten gegen Migranten an der Grenze eingesetzt haben.

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