Magdeburg (dpa/sa) - Zum 76. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs am Ende des Zweiten Weltkriegs soll in der Stadt am Samstag ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz gesetzt werden. Ab 18.00 Uhr wird über den Offenen Kanal live und verschiedene Streamingdienste ein Programm übertragen, mit dem die Aktionswoche "Eine Stadt für Alle" eröffnet werde. Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) soll ein Grußwort halten. Die Magdeburgerinnen und Magdeburger sind eingeladen, von Zuhause aus gemeinsam Friedenslieder zu singen. Ein großes Treffen wie in den Vorjahren auf dem Alten Markt wird es wegen der coronabedingten Kontaktbeschränkungen nicht geben.

Laut Polizei sind für den Tag nahezu 30 stationäre Kundgebungen und Mahnwachen angemeldet. Der Schwerpunkt liege auf dem bürgerlichen Spektrum, zudem seien auch Kundgebungen von Linken und Rechten angemeldet. Die Teilnehmerzahl liege jeweils zwischen 10 und 250. Es gebe für alle die Auflage, Abstand zu halten, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und am Ort der Kundgebung zu verweilen und keinen Umzug zu veranstalten. Die Polizei werde mit ausreichend Kräften vor Ort sein, sagte eine Sprecherin.

Am 16. Januar 1945 wurde die Innenstadt Magdeburgs bei einem Luftangriff in Schutt und Asche gelegt. Durch alliierte Bomben starben Tausende Menschen.

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