Sangerhausen (dpa/sa) - Nach deutlich gestiegenen Infektionszahlen hat der Landkreis Mansfeld-Südharz die Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft. In den vergangenen sieben Tagen habe der Kreis 37,79 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert, teilte die Verwaltung am Montag mit. Damit überschreitet der Kreis die Stufe von 35, bei der laut Vereinbarung von Bund und Ländern weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen werden sollen.

Landrätin Angelika Klein (Die Linke) erließ am Montag per Allgemeinverfügung strengere Vorgaben für Feiern und Veranstaltungen. Vor allem Privatfeiern seien Auslöser vieler Ansteckungen gewesen, heißt es in der Mitteilung des Kreises. Daran dürfen in dem Landkreis nun nur noch 20 Personen teilnehmen. Diese Grenze gilt nicht für Feiern mit Angehörigen aus maximal zwei Hausständen oder mit nahen Verwandten oder Partnern. Zu fachkundig organisierten Festen dürfen drinnen 100 und draußen 200 Menschen kommen. Diese Grenzen gelten auch für geschäftliche, religiöse und kulturelle Veranstaltungen.

Zu Volksfesten dürfen in dem Landkreis mit knapp 140 000 Einwohnern nur noch 200 Menschen kommen, zu Sportveranstaltungen im Freien 500, wobei dort Tröten, Trompeten und ähnliche Blasinstrumente verboten sind. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis 9. November, bei Verstößen droht der Kreis Bußgelder von bis zu 25 000 Euro an. Vor Mansfeld-Südharz hatten schon Halle, der Burgenlandkreis und das Jerichower Land die Corona-Maßnahmen wegen hoher Infektionszahlen verschärft. Auf Landesebene soll das Kabinett am Dienstag über weitere Maßnahmen entscheiden.

Allgemeinverfügung vom 26. Oktober