Magdeburg (dpa/sa) - Die Zahl der Bienenvölker in Sachsen-Anhalt ist innerhalb von fünf Jahren um etwa ein Drittel gestiegen. 2016 gab es rund 17 500 Bienenvölker, wie das Umweltministerium in Magdeburg mitteilte. In diesem Jahr waren es bereits fast 23 500. Das sei ein Zuwachs um mehr als 30 Prozent, hieß es. Auch die Zahl der Imker ist gewachsen: von 2178 Bienenzüchtern im Jahr 2016 auf 2814 in diesem Jahr. "Die Bienenförderung ist ein Riesenerfolg", betonte Umweltministerin Claudia Dalbert (Die Grünen) mit Blick auf die aktuellen Zahlen.

Bienenzüchter können beim Land finanzielle Unterstützung für ihre Arbeit beantragen. In diesem und im nächsten Jahr stehen den Angaben nach je 250 000 Euro statt bisher 176 000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden etwa Neuimker, Imkervereine und der Imkerverband. Unter anderem könnten die Interessenten Unterstützung für Schulungen für den Nachwuchs, Geräte, den Kauf von Bienenvölkern und Königinnen sowie Untersuchungen von Honig beantragen, hieß es.

Darüber hinaus beteiligt sich Sachsen-Anhalt nach eigenen Angaben jährlich mit rund 104 000 Euro an einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen. "Unsere Anstrengungen werden nicht nachlassen", kündigte das Ministerium an. Ziel sei, zwei bis vier Bienenvölker pro Quadratkilometer Land zu haben, um Pflanzen optimal bestäuben zu können. Derzeit gebe es rechnerisch gesehen 1,14 Völker je Quadratkilometer.