Magdeburg/Wiesbaden (dpa/sa) - Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ist die Zahl der Studierenden an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt gestiegen - die Zahl der Studienanfänger ist aber deutlich zurückgegangen. Im laufenden Wintersemester 2020/21 sind nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts knapp 55 100 Menschen eingeschrieben und damit 1,3 Prozent mehr als noch im vorhergehenden Wintersemester. Damit blieb der Anstieg im Land etwas unter dem bundesweiten von plus 2,0 zurück, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Demnach gibt es aktuell etwa 2 948 700 Studentinnen und Studenten.

In Sachsen-Anhalt haben im Studienjahr 2020, also Sommer- und Wintersemester zusammen, rund 8770 Menschen erstmals ein Studium an einer Hochschule aufgenommen. Das sind rund 7,9 Prozent weniger als im Studienjahr 2019. Bundesweit war der Rückgang mit minus vier Prozent nicht ganz so hoch. Insgesamt hatten 488 600 Menschen ein Studium aufgenommen. Die Zahl sank damit zum dritten Mal in Folge.

Die Statistiker sehen vor allem zwei Gründe: "Zum einen schlägt sich die Corona-Pandemie in 2020 nieder, in deren Folge insbesondere ausländische Studierende ausgeblieben sind und Hochschulen ihr Studienangebot eingeschränkt haben." Dazu kommt eine Besonderheit in Niedersachsen: Nach der Wiedereinführung von neun Gymnasiumsjahren habe es "einen unvollständigen Abiturjahrgang" gegeben. Aufgrund der geografischen Nähe studieren in Sachsen-Anhalt grundsätzlich auch viele junge Menschen aus Niedersachsen.

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