Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Schulen bekommen Millionensummen von Bund und Land für Personal, das die technische Infrastruktur in Schuss hält. Das schwarz-rot-grüne Kabinett stimmte am Dienstag einer entsprechenden Vereinbarung zu. Demnach stellt Berlin 13,75 Millionen Euro für die Netzwerkadministratoren bereit. Sachsen-Anhalt will für die Schulträger den Eigenanteil von 1,5 Millionen Euro übernehmen.

Mit dem Geld soll zusätzliches Fachpersonal eingestellt oder Kolleginnen und Kollegen fachlich weitergebildet werden, um das Schulnetz und die Technik vor Ort zu betreuen, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) sprach von einem wichtigen Baustein. "Die stetig komplexer werdenden schulischen Rahmenbedingungen brauchen professionelle Betreuung."

Die Mittel stehen zunächst bis 2024 zur Verfügung. Mit den Spitzenverbänden der Kommunen und der privaten Schulen soll zeitnah das weitere Vorgehen besprochen werden, hieß es. Wann das Geld bereit steht und wann die ersten Kollegen anfangen können, ist noch offen.

Es ist nicht das erste Mal, das Bund und Länder für die technische Ausstattung der Schulen zusammenarbeiten. So stehen in Sachsen-Anhalt über den sogenannten Digitalpakt rund 138 Millionen Euro zur Verfügung, um die Klassenzimmer mit Technik und Software zum digitalen Lernen auszustatten.

Zudem beschaffen Land, Kommunen und Privatschulen derzeit Laptops und Tablets, die an die Schüler zum Lernen zuhause ausgeliehen werden können. Auch dafür gibt es 15,3 Millionen Euro aus einem Bund-Länder-Topf. Der Staat zog damit auch Lehren aus der Corona-Pandemie, als die Schulen monatelang geschlossen waren und nicht in allen Familien ausreichend Computer vorhanden waren, damit alle Schüler dem Fernunterricht folgen konnten.