Magdeburg/Berlin (dpa/sa) - Familien in Sachsen-Anhalt können ihre Einschulungsfeiern laut Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne ungeachtet der bundesweiten Debatte um Obergrenzen für private Feste planen. Sachsen-Anhalt werde die bisherigen Corona-Regeln nicht mehr vor dem Wochenende zurückdrehen, sagte die SPD-Politikerin nach einer Schalte mit ihren Amtskollegen der Deutschen Presse-Agentur. Nach bisherigen Erkenntnissen habe es im Land keinen Corona-Ausbruch bei Hochzeiten, runden Geburtstagen oder ähnlichen größeren Festen gegeben. Daher sehe sie keinen Bedarf für schärfere Regeln.

In Sachsen-Anhalt beginnt am Donnerstag die Schule wieder. Die Erstklässler werden am Samstag feierlich eingeschult. Die geltende Corona-Verordnung erlaubt ab Samstag explizit bis zu 500 Gäste, wenn in einer Gaststätte oder einem ähnlichen Umfeld gefeiert wird. Im Freien sind doppelt so viele Teilnehmer erlaubt.

Zuletzt hatte unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angeregt, über bundesweite Obergrenzen für private Feste zu nachzudenken. Nach Ansicht der Bundesregierung tragen vor allem private Feiern, bei denen die Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten werden, sowie Rückkehrer aus Risikogebieten zu den steigenden Infektionszahlen in Deutschland bei.

Bei den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern spielte diese Frage am Montag laut Grimm-Benne zunächst keine Rolle. Am Donnerstag wollen die Regierungschefs von Bund und Ländern ihren Umgang mit dem Corona-Geschehen abstimmen. Sachsen-Anhalts Landesregierung will in einer Woche über neue Corona-Regeln beraten. Die aktuelle Verordnung ist noch bis zum 16. September gültig.