Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt beginnen Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie. Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern kommen heute für eine erste Runde in Magdeburg zusammen, wie ein Sprecher des Landesverbands der Metall- und Elektroindustrie (VME) sagte. Auch in anderen Bundesländern sind die Verhandlungen angelaufen.

Die IG Metall fordert für die Flächentarifverträge ein Entgeltplus von 4 Prozent. Gerade mit Blick auf den wirtschaftlichen Einbruch durch die Corona-Krise müssten die Beschäftigten ein faires Plus bekommen, argumentierte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Thorsten Gröger. Der private Konsum sei derzeit entscheidend, um neue Stabilität zu erreichen.

Die Arbeitgeberseite reagierte schon kurz nach Bekanntwerden der Forderung vor einem Monat zurückhaltend. Angesichts von Rezession, Strukturwandel und Pandemie brauchten die Firmen gerade keine Kostensteigerungen, hieß es von VME-Chef Andreas Klatschow. Die erhobene Lohnforderung passe nicht in die Zeit.

Mitteilung des Landesverbands Metall- und Elektroindustrie zur Tarifrunde