Berlin (dpa) - Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), hat sich nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg für verstärkte Anstrengungen im Osten ausgesprochen. "Im positiven Sinne rüttelt das Ergebnis wach: Wir müssen den in dieser Bundesregierung gestarteten Weg der echten Strukturpolitik weiter verstärken", sagte der Wirtschafts-Staatssekretär der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Der Osten braucht dabei weiter Vorfahrt."

Hirte sagte weiter, gerade der Erfolg von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) resultiere aus einem eigenen Kurs, der nicht der Rhetorik an den politischen Rändern gefolgt sei. Hirte sprach sich mit Blick auf die AfD für einen Kurs der "klaren Abgrenzung statt Ausgrenzung" aus.

"Politik aus der Mitte für die Mitte der Gesellschaft" gestalten zu wollen, sei Vorbild und Ansporn auch für die Wahlkämpfer in Thüringen. In Thüringen wird in acht Wochen gewählt, Hirte kommt aus dem Bundesland.

Die CDU war trotz Stimmeneinbußen in Sachsen stärkste Kraft geblieben. Die AfD kam aber wie in Brandenburg bei starken Zuwächsen auf den zweiten Platz.