Leipzig (dpa) - Die große Mehrheit der ostdeutschen Bauindustrie erwartet auch 2020 gute Geschäfte. Die Branche stellt sich jedoch auf eine schwächere Nachfrage ein. Wie der Bauindustrieverband Ost am Mittwoch mitteilte, prognostizieren mehr als 70 Prozent der Unternehmen in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt gleichbleibende oder höhere Umsätze als 2019. Im Ergebnis einer Befragung der Mitgliedsunternehmen rechneten 29 Prozent mit einem Umsatzrückgang.

Nach zwei Jahren rasanter Nachfrageentwicklung rechne der Verband aber mit einem deutlich abgeschwächten Wachstum, sagte Hauptgeschäftsführer Robert Momberg: "Was das Umsatzaufkommen im ostdeutschen Bauhauptgewerbe anbelangt, gehen wir 2020 dementsprechend von Zuwächsen im unteren einstelligen Bereich aus."

Die Unternehmen gehen laut Verband auch weiter von einem hohen Personalbedarf aus. Neun von zehn Bauunternehmen hätten bei der Befragung angegeben, dass die Zahl ihrer Beschäftigten im Jahr 2020 gleichbleiben oder sogar leicht steigen werde.

Der Bauindustrieverband Ost mit Sitz in Leipzig vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 260 Unternehmen mit rund 20 000 Beschäftigten.

Bauindustrieverband Ost