Magdeburg/Halle (dpa/sa) - Die auf zwei Wochen angelegte Quarantäne in der Landesaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Magdeburg könnte zumindest teilweise vorzeitig aufgehoben werden. Derzeit würden Symptomkontrollen und Testungen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern vorgenommen, teilte eine Sprecherin des Landesverwaltungsamts in Halle am Mittwoch mit. Man wolle die Lage einschätzen können mit dem Ziel, die als Vorsorgemaßnahme angeordnete Quarantäne teilweise vorzeitig aufheben zu können. Die Belastungen für die Bewohnerinnen und Bewohner sollten so gering wie möglich gehalten werden.

Seit Dienstag gilt die Quarantäne für 257 Menschen in der Einrichtung. Sie geht auf ein neu angekommenes Ehepaar zurück; bei dem Mann war das Virus festgestellt worden. Beide - sie waren zuvor per Flugzeug aus dem Libanon nach Berlin gereist - seien gemäß der Vorsorgeregelungen bei ihrer Ankunft in Magdeburg getestet und separat untergebracht worden. Als das Testergebnis vorlag, sei der Asylsuchende mit seiner Ehefrau nach Quedlinburg gebracht worden. Beide seien dort in der für Quarantänefälle vorgesehenen Außenstelle der Zentralen Aufnahmestelle untergebracht.