Magdeburg (dpa/sa) - Der Magdeburger Landtag baut Plexiglaskabinen auf, damit trotz Corona alle Abgeordneten auf ihre Sitzplätze zurückkehren können. Die neue 26 000 Euro teure Ausstattung für den Sitzungssaal sei bestellt worden, sagte eine Landtagssprecherin am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Aufgrund der Lieferzeit sei allerdings noch nicht sicher, ob die Kabinen schon bei der nächsten regulären Landtagssitzung am 19. und 20. November aufgebaut seien. Zudem sollen drei Beratungsräume entsprechende Trennscheiben bekommen.

Zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr war der Landtag zum Schutz vor Ansteckungen in einen Minimalbetrieb gewechselt. Später wurde eine neue Sitzordnung festgelegt, um einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Das ist nur möglich, wenn ein Teil der Abgeordneten auf die über dem Saal liegenden Tribünen wechselt.

Mit dem Aufbau der Plexiglaskabinen kann auf den zusätzlichen Abstand verzichtet werden und alle 87 Abgeordneten können wieder auf ihren eigenen Plätzen sitzen, so die Landtagssprecherin. Gleichzeitig könnten dann auf den Tribünen wieder eine begrenzte Zahl an Gästen und Journalisten Platz nehmen.

Am Dienstagnachmittag kommen die Landtagsabgeordneten zu einer Sondersitzung zusammen, um über die neuen einschneidenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu diskutieren. Dabei gilt noch die alte Sitzordnung. Abseits der Sitzplätze muss zudem jederzeit eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

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