Magdeburg/Halle (dpa/sa) - Wer ein Volksbegehren gegen den Lehrermangel in Sachsen-Anhalt unterstützen will, kann sich jetzt offiziell beteiligen. Am Mittwoch beginnt der offizielle Zeitraum, in dem ein Bündnis Unterschriften sammeln kann. Bis Freitag sind in zahlreichen Städten im Land Infostände eingerichtet. Dort können sich Bürger über das Vorhaben informieren und unterschreiben. Vor allem in Halle und Magdeburg sind über Stunden hinweg Infostände geplant.

Ziel der Organisatoren ist es, einen gesetzlich festgeschriebenen Personalschlüssel für Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter und pädagogische Mitarbeiter durchzusetzen. So soll der Unterrichtsausfall gemildert und der Personalmangel an den Schulen beendet werden. Dafür müssen bis 7. Juli gut 163 000 Unterschriften gesammelt werden. Getragen wird das Bündnis von Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern sowie der Linkspartei.

Bildungsminister Marco Tullner (CDU) verwies zuletzt erneut darauf, dass es nicht an Stellen für neue Lehrkräfte fehle, sondern an geeigneten Bewerbern. Daran ändere auch ein gesetzlich vorgegebener Personalschlüssel nichts. Laut Ministerium stellte Sachsen-Anhalt zuletzt zwei Jahre hintereinander mehr als 1000 neue Lehrkräfte ein. Dass sich die Personalsituation an den Schulen bisher vielerorts nicht verbessert habe, liege an einer stetig wachsenden Zahl an Kollegen in Elternzeit sowie steigenden Teilzeitquoten, hieß es.

Internetseite des Bündnisses gegen den Lehrermangel