Halle (dpa/sa) - Der rund 75 Meter hohe Schornstein des Halloren- und Salinemuseums in Halle wird von diesem Dienstag an per Hand zurückgebaut. Hintergrund sind Sanierungsarbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble, teilte die Stadt mit. Insgesamt sind rund 15 Millionen Euro für die Arbeiten vorgesehen. "Der Rückbau des Schornsteins ist das sichtbare Zeichen für die Hallenserinnen und Hallenser, dass die Sanierung der Saline begonnen hat", betonte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Er bezeichnete es als ermutigendes und deutliches Signal, dass die Stadtentwicklung trotz der Corona-Pandemie weitergehe.

Rund 30 Meter des Turms sollen innerhalb von drei Wochen abgetragen werden. Die zuständigen Spezialisten arbeiten den Angaben zufolge aus einem Korb direkt am Schornstein. "Wichtigster Teil der Arbeiten ist die Sanierung der Großsiedehalle, die künftig den Ausstellungskern mit Siedepfanne, Salzlabor und Präsentation des Silberschatzes der Halloren beinhaltet", heißt es in der Mitteilung der Stadt. Die Arbeiten sollen Mitte 2022 abgeschlossen sein.

Die Salzgewinnung auf dem Gebiet der heutigen Saalestadt reicht langezurück. Im Mittelalter wurden im Stadtgebiet um den Hallmarkt vier Brunnen genutzt. 1721 nahm die Königlich-Preußische Saline auf einer Insel der Saale, heute als Salineinsel bekannt, ihren Betrieb auf. Im Jahr 1964 endete die Salzproduktion. Geblieben ist jedoch das Salinemuseum.