Magdeburg (dpa/sa) - Die Schüler Union (SU) in Sachsen-Anhalt hat die schrittweise Öffnung der Schulen begrüßt, fordert aber weitergehende Sicherheitsregeln. "Die Maßnahmen, die Schüler möglichst weiträumig zu unterrichten, sind richtig und wichtig - reichen jedoch nicht", teilte der CDU-nahe Schülerverband mit. "Daher fordert die SU eine Pflicht zum Tragen von Mund- und Nasenschutz in Schulen." Außerdem sollten die Klassen verkleinert und der Unterricht auf den Vor- und Nachmittag verteilt werden.

Dass die Schule nun wenigstens für die angehenden Absolventen wieder losgehen soll, begrüßt der Verband. Der SU-Landesvorsitzende Michael Benecke hält auch die verbleibende Vorbereitungszeit für ausreichend. "Ich denke, dass das zu schaffen ist", sagte Benecke der Deutschen Presse-Agentur. Überrascht waren Benecke, der sich derzeit auf seine schriftlichen Prüfungen vorbereitet, und seine Mitschüler aber trotzdem, dass die Prüfungen nun wie geplant stattfinden sollen. "Dass es jetzt doch so schnell geht, hätte wohl keiner gedacht."

Am Freitag hatte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) seinen Zeitplan für die schrittweise Wiederöffnung der Schulen vorgestellt. Zuerst sollen demnach Schüler, die in diesem Schuljahr ihren Abschluss machen, wieder zum Unterricht erscheinen. Ab kommendem Donnerstag dürfen Prüfungsvorbereitungen an den Schulen stattfinden. Ab 4. Mai starten dann die schriftlichen Abiprüfungen, eine Woche später die Realschulprüfungen. Ebenfalls ab 4. Mai soll der Unterricht in den Schulen wieder für Schüler beginnen, die im kommenden Schuljahr ihren Abschluss machen sollen.

Vierte Landesverordnung