Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind Schulen und Kitas wieder für alle Kinder und Jugendliche geöffnet. Elf Wochen nach der verordneten Schließung werden von heute an zunächst alle Schülerinnen und Schüler im sogenannten Wechselmodell unterrichtet. Dabei werden die Klassen in kleinere Gruppen geteilt und lernen im täglichen oder wöchentlichen Wechsel im Klassenzimmer oder mit Aufgaben zuhause. So soll der Mindestabstand garantiert werden.

Zwischen dem 8. und dem 15. Juni sollen dann alle Grundschüler zum täglichen Unterricht zurückkehren. Dabei wird die Klasse nicht mehr geteilt. Weil dann der Mindestabstand nicht immer gegeben ist, sollen die Klassen strikt voneinander getrennt und immer von der gleichen Lehrkraft unterrichtet werden. Auch an den Kitas und den Horten wird dieses Modell fester Gruppen mit einem zugeordneten Betreuerteam umgesetzt. Es gilt von Dienstag an und erlaubt erstmals seit 16. März allen Kindern wieder, in die Kita zurückzukehren.

Damit endet in Sachsen-Anhalt das wochenlange Prinzip der Notbetreuung, bei denen Kinder nur in Kita oder Schule gehen durften, wenn ihre Eltern in definierten unverzichtbaren Berufen arbeiteten.

Schulen und Kitas gehörten zu den ersten Einrichtungen, die Mitte März geschlossen wurden, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Auch zahlreiche andere Bereiche des öffentlichen Lebens waren betroffen. Wegen der geringen Zahl an neuen Infektionsfällen werden die Beschränkungen schrittweise aufgehoben.