Langenweddingen (dpa/sa) - Die Jägerinnen und Jäger in Sachsen-Anhalt können trotz der Corona-Pandemie weiter ihren Aufgaben nachgehen. "Wir sind dazu aufgerufen, weiter zu jagen", sagte der Geschäftsführer des Landesjagdverbands, Wilko Florstedt, in Langenweddingen (Landkreis Börde) mit Blick auf die sich ausbreitende Afrikanische Schweinepest. Unter anderem wurden bereits in den Nachbarländern Brandenburg und Sachsen mit der Seuche infizierte Tiere entdeckt. In Sachsen-Anhalt gab es bislang keinen Fall. Wie das Umweltministerium des Landes auf seiner Internetseite erklärte, sollten Jäger und Jägerinnen vermehrt auf totes Wild achten und Proben an die zuständige Veterinärmedizin schicken.

Laut Landesjagdverband wurden in der vergangenen Saison mehr Wildschweine erlegt. Demnach waren es von Frühjahr 2019 bis Frühjahr 2020 mehr als 46 000 Wildschweine. In der Vorjahressaison wurden rund 38 000 Tiere erlegt. Es sei nicht mit einem Rückgang des Bestands in naher Zukunft zu rechnen, so Florstedt.