Halle (dpa/sa) - Der Faszination von Ringen widmet sich eine neue Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Unter dem Motto "Ringe der Macht" sind rund 250 Exponate von Leihgebern aus dem In- und Ausland zu sehen, darunter ein rund 30 000 Jahre alter Fingerring aus Pawlow (Tschechien). "Ringe bedeuteten Reichtum, Macht, aber auch Magie und damit Stärke", sagte Sachsen-Anhalts Landesarchäologe Harald Meller am Donnerstag vor Eröffnung der Schau. Seinen Angaben nach wurden vor allem im Mittelalter Ringen Zauberkräfte zugeschrieben.

Zu den Besonderheiten der Ausstellung gehöre ferner die mit rund 3500 Jahren älteste menschliche Skulptur der Welt, die Hand von Prêles (Kanton Bern). Sie ist rund 500 Gramm schwer, aus Zinnbronze gegossen und erstmals außerhalb der Schweiz zu sehen. Zudem sind 25 000 Jahre alte Fragmente von Armreifen aus Mammutelfenbein ausgestellt. Die Schau dauert bis 1. Juni 2020.  

Landesmuseum für Vorgeschichte Halle