Magdeburg (dpa/sa) - Bei der Rothenseer Generatorenfertigung (Roge) haben Geschäftsführung und Betriebsrat am Freitag einen zuvor ausgehandelten Sozialplan unterschrieben. "Die vereinbarten Lösungen sehen die Zahlung individueller Abfindungen sowie das Angebot vor, in eine Transfergesellschaft zu wechseln", teilte das Unternehmen in Magdeburg mit. Zur Höhe der Abfindungen wurden keine Angaben gemacht.

Das Unternehmen sah sich eigenen Angaben zufolge zur Restrukturierung gezwungen, nachdem der deutsche Windkraftanlagen-Markt nahezu komplett eingebrochen war. Dies führte unter anderem zur Schließung von Produktionsfirmen in Magdeburg, für die die Rothenseer Generatorenfertigung als Dienstleister tätig war. Deshalb mussten bei dem Unternehmen Stellen gestrichen und ganze Abteilungen geschlossen werden.

Erhalten bleiben nur noch die Standortverwaltung, Werksfeuerwehr, Betriebstechnik, Gebäudemanagement sowie Logistik und Ausbildung. Neu geschaffen wird eine Abteilung "Rotorblade Technology International" mit 27 Stellen. Damit solle die Gesellschaft zukunftsfähig aufgestellt und die Fortführung des Geschäftsbetriebs so weit wie möglich abgesichert werden.

Die Laufzeit der Transfergesellschaft, auf die sich Geschäftsführung und Betriebsrat geeinigt haben, beträgt bis zu 12 Monate. In diesem Zeitraum wird den Mitarbeitern Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung geboten. Sie erhalten Transferkurzarbeitergeld, das von Roge aufgestockt wird. Bei der IG Metall war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.