Burg (dpa/sa) - Der Landrat des Jerichower Landes, Steffen Burchhardt, hat sich für ein Ende der Zusammenarbeit seiner SPD mit der CDU ausgesprochen. Das gelte sowohl für die Koalition in Sachsen-Anhalt als auch für die Bundesregierung, sagte der SPD-Politiker am Samstag bei einer Begrüßungsrede auf dem Linken-Parteitag in Burg. Dafür gebe es viele Gründe, der entscheidende sei fehlendes Vertrauen.

So sei die schwarz-rot-grüne Landesregierung von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) angeschlagen, weil sie zu wenig mit- und zu viel übereinander rede, sagte Burchhardt. Gute Impulse und Gesetze könnten kaum wirken, weil sie von den Partnern gegenseitig zerredet würden. "Das liegt vor allem am Gift einer Fraktion", sagte er mit Blick auf die CDU.

Burchhardt begrüßte in seiner Rolle als Landrat die rund 120 Delegierten der Linken in seinem Landkreis. Die Partei wählt bei dem zweitägigen Treffen einen neuen Landesvorstand. Der amtierende Vorsitzende Andreas Höppner tritt nach zwei Jahren an der Spitze nicht mehr an. Einziger Kandidat für die Nachfolge ist der Landtagsabgeordnete Stefan Gebhardt aus Hettstedt.

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