Magdeburg (dpa/sa) - Ob eine Zugfahrt gefällt oder nicht, entscheidet auch die Nase. Das hat eine Forschergruppe aus Magdeburg, München und Florida herausgefunden. Wie die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg am Donnerstag mitteilte, wiesen die Wissenschaftler in einer Reihe von Feldstudien in Regionalbahnen mit insgesamt über 700 Zugfahrenden nach, dass die gezielte Beduftung von Zugabteilung dazu führt, den Service um 16 Prozent positiver zu bewerten. Der Duft sei dabei nicht einmal bewusst wahrgenommen worden. Er habe aber die Einschätzung auch zwei Wochen nach der Fahrt noch positiv beeinflusst, wie es hieß.

Den Angaben zufolge war der Duft eine Mischung aus Jasminblüten, Melone und Veilchen. 400 Probanden wurden während der Fahrt befragt, wie sie die Luftqualität bewerten und ob sie einen ungewöhnlichen Duft wahrnehmen würden. Es habe sich gezeigt, dass die Luftqualität umso positiver bewertet wurde, je intensiver die kaum wahrnehmbare Beduftung war. Erst im Nachhinein seien die Probanden über die Manipulation aufgeklärt worden. 300 weitere Pendler mussten den Service ihrer täglichen Zugfahrt beduftet und nicht beduftet beurteilen. Dabei konnte ein "deutlicher Zusammenhang" zwischen Duftmanipulation und positiver Bewertung nachgewiesen werden.

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