Halle/Magdeburg (dpa/sa) - Viele Studierende in Sachsen-Anhalt sehen sich trotz großer Herausforderungen verhältnismäßig gut auf das digitale Sommersemester vorbereitet. In einigen Fällen fehle es etwa an Hardware wie Laptops, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Studierendenvertretungen im Land. "Kurzfristig braucht es deshalb Verständnis von Seiten der Dozierenden für Verspätungen oder Ausfälle - auf keinen Fall darf jemand für fehlende Gerätschaften sanktioniert werden", teilte etwa der Studierendenrat der Uni Halle mit. An der Hochschule Magdeburg-Stendal können den Angaben zufolge Laptops und Tablets ausgeliehen werden.

Von den Studierenden der Hochschule Anhalt heißt es, dass zwar davon ausgegangen wird, dass mit Hochdruck an weiteren Möglichkeiten des digitalen Lernens gearbeitet werde, "bisherige Meetings und Video Chats zeigen jedoch, dass einige Tools noch nicht auf eine so große Auslastung ausgelegt sind und es teilweise zu Problemen kommen kann."

Während die Universitäten von den Studierenden etwa an der Hochschule Harz explizit für ihre Einbindung in die Vorbereitungen gelobt werden, sehen sie Versäumnisse bei der Landesregierung. Wegen wegfallender Einkünfte sähen sich viele Studenten mit existenziellen Nöten konfrontiert, heißt es in einem offenen Brief der Studierendenräte an die Landesregierung.

Sie fordern daher finanzielle Unterstützung etwa in Form von zinslosen Krediten. Die Landesregierung hatte nach der Veröffentlichung des Briefs bereits angekündigt, dass wenn Studierende wegen der Corona-Pandemie ihre Regelstudienzeit und damit die Bafög-Förderdauer überschreiten, "für einen angemessenen Zeitraum" weiter gefördert werden sollen.