Magdeburg (dpa/sa) - In der Diskussion um die Teilnahme konfessionsverschiedener Paare am Abendmahl hat der katholische Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige, den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, scharf kritisiert. "Eine solche Chance zu vertun wäre makaber und beschämend", schreibt Feige in der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" (Donnerstag). Woelki und seine Unterstützer hatten gegen den Beschluss der Bischofskonferenz beim Vatikan Einspruch eingelegt.

"Manchmal aber ist das Maß voll und die Zeit reif, darf man eine Lösung nicht noch weiter hinauszögern, muss - selbst wenn einige immer noch im Widerspruch verharren - eine gut begründete Entscheidung fallen", schreibt Feige. Ihm zufolge stimmten bei der Frühjahrsvollversammlung im Februar in Ingolstadt mehr als drei Viertel der anwesenden Bischöfe der bisher unveröffentlichten Version zu.

Bei einer konfessionell so gemischten Bevölkerung wie in Deutschland erscheine es "sinnvoll und erlaubt, ja sogar als dringlich, nicht erst auf eine gesamtkirchliche Entscheidung zu warten", schreibt Feige.

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