Leipzig (dpa) - Eine Mehrheit der Menschen im Mitteldeutschen Revier befürwortet den Kohleausstieg und den damit einhergehenden Strukturwandel. In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage im Auftrag der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland sprachen sich 61 Prozent der Betroffenen für die Energiewende aus. Fast genauso hoch ist der Anteil derjenigen, die für den Kohleausstieg votierten (56 Prozent). Etwas mehr als die Hälfte der Bewohner (51 Prozent) steht dem Strukturwandel offen gegenüber. Damit gebe es im Mitteldeutschen Revier deutlich mehr Befürworter des Kohleausstiegs als im Lausitzer Revier, wo nur etwas mehr als ein Drittel der Einwohner für den Kohleausstieg plädiert (36 Prozent).

Als zentrale Aufgaben sehen die Menschen in der Region die Schaffung attraktiver, gut bezahlter Jobs sowie den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Das ist eine zweite Aussage des erstmals erhobenen "Mitteldeutschland-Monitors". Die Online-Befragung soll das Meinungsbild in Leipzig, Halle und den Landkreisen Altenburger Land, Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Leipzig, Mansfeld-Südharz, Nordsachsen und Saalekreis zum Thema Strukturwandel untersuchen. "Die Ergebnisse zeigen die grundsätzliche Bereitschaft der Menschen zur Veränderung. Gleichzeitig fehlt vielen noch eine starke Vision für neue wirtschaftliche Perspektiven nach dem Kohleausstieg", hieß es.

Für den "Mitteldeutschland-Monitor" befragte das Leipziger Marktforschungsunternehmen MAS im November vergangenen Jahres 1038 Menschen aus der besagten Region. Die Studie ist als Langzeitbeobachtung angelegt und soll jährlich wiederholt werden.

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