Halle (dpa/sa) - Mehr als 3000 Stunden Tonbandaufnahmen, anderthalb Tonnen Akten und statistische Daten: Eine umfangreiche Sammlung von Interviews mit Menschen zu ihrer Lebensgeschichte stellt die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für Forscher im Internet zur Verfügung. Das Material umfasst laut einer Mitteilung der Hochschule vom Mittwoch Angaben zu 222 Männern und Frauen der Geburtsjahrgänge 1890 bis 1905.

Diese seien bis zu ihrem Tod zu acht verschiedenen Zeitpunkten medizinisch und psychologisch getestet worden. Dabei hätten Psychologen mit ihnen auch stundenlange Interviews zu ihrer Lebensgeschichte geführt.

Die Daten der Bonner Gerontologischen Längsschnittstudie sind den Angaben zufolge "ein Fundus für Forschung in unterschiedlichsten Disziplinen, sei es Alternsforschung, Geschichtswissenschaft, Soziologie oder auch Sprachwissenschaft". Sie werden vom 6. April an vom Historischen Datenzentrum Sachsen-Anhalt ausschließlich für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt.

Informationen zur Bonner Gerontologischen Längsschnittstudie

Historisches Datenzentrum Sachsen-Anhalt