Leipzig (dpa) - Die Unionsfraktion im Bundestag hat eine Schweigeminute für die Opfer in Halle eingelegt. Jeder sei aufgefordert, alles zu tun, damit sich alle Menschen in Deutschland sicher und aufgehoben fühlen, sagte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) am Montag in Leipzig bei einer Sondersitzung der Unionsfraktion zur Würdigung der Friedlichen Revolution vor 30 Jahren in der damaligen DDR.

Am Nachmittag hatte er in Halle einen Kranz in Gedenken an den "fürchterlichen Anschlag" niedergelegt. Zeitgleich zur Sondersitzung der Unionsfraktion in Leipzig fand in Halle ein Gedenkgottesdienst statt.

Am vergangenen Mittwoch hatte ein schwer bewaffneter Deutscher versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, in der rund 50 Gläubige den wichtigsten jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen. Als der Plan misslang, erschoss der Täter eine 40 Jahre alte Frau und einen 20-jährigen Mann. Der 27 Jahre alte Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Er hat die Tat gestanden und dabei antisemitische und rechtsextreme Motive eingeräumt.