Halle (dpa/sa) - Die Museen in Sachsen-Anhalt sind nach Einschätzung des zuständigen Verbands größtenteils gut durch den Sommer gekommen - trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie. "Die Menschen gehen jetzt nicht in Spanien oder in Italien ins Museum, sondern sie entdecken ihre Region wieder neu, davon profitieren auch die kleineren Häuser", sagte der Vorsitzende des "Museumsverbands Sachsen-Anhalt, Ulf Dräger. "Rund 90 Prozent der Museen im Land werden von Kommunen getragen. Die haben bislang keine Probleme gehabt."

Anders sehe es bei einer privaten Trägerschaft aus. "Diese Einrichtungen sind auf Eintrittsgelder und Gelder aus Veranstaltungen angewiesen, die haben Probleme." Die steigenden Infektionszahlen könnten für die Häuser neue Probleme bringen. Hier müsse bei einer erneuten Schließung das Land wie im Frühjahr mit einem Nothilfeprogramm einspringen, forderte Dräger.

Museumsverband Sachsen-Anhalt