Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt kommt bei den Corona-Impfungen weiter verhältnismäßig schnell voran. Am Dienstag meldete das Robert-Koch-Institut insgesamt 15 628 Impfungen im Land und damit 2262 mehr als am Vortag. Von 1000 Sachsen-Anhaltern waren 7,1 mit der ersten von zwei Dosen geimpft, das ist nach Mecklenburg-Vorpommern (8,6) die zweitbeste Quote aller Bundesländer. In Thüringen und Brandenburg etwa haben bislang nur 1,3 von 1000 Einwohnern eine Impfung bekommen.

Nachdem Sachsen-Anhalt bislang Bewohner und Personal von Pflegeeinrichtungen geimpft hat, sollen ab Montag die ersten Impfungen in den 14 Impfzentren starten. Bisher wollten die Zentren im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, im Salzlandkreis, im Landkreis Harz, im Burgenlandkreis und in Halle starten, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Dienstag. Der Altmarkkreis Salzweder plant demnach, ab kommender Woche Dienstag in den Zentren zu impfen, Magdeburg ab Mittwoch. Die restlichen Kreise würden ihren Zeitplan noch mitteilen, hieß es im Ministerium.

Ab wann genau Termine für die Impfungen gebucht werden könnten, war am Dienstag teils unklar. Sowohl die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung 116 117 als auch die Website impfterminservice.de waren am Dienstag schon erreichbar. Unklar war, ob die Kreise schon Termine zur Buchung freigegeben hatten. Buchbar waren Termine laut Ministerium bereits im Burgenlandkreis. Halle kündigte an, ab Donnerstag Termine anzubieten.

Bei den Impfungen in den Zentren, die bisher nur als Koordinationsstelle mobiler Impfteams dienen, sollen zunächst weiterhin Angehörige der ersten Prioritätsstufe geimpft werden. Das sind Menschen im Alter von über 80 Jahren und Mitarbeiter von Pflegediensten sowie bestimmte Krankenhaus-Mitarbeiter. Wann weitere Bevölkerungsgruppen geimpft werden können, hängt von weiteren Lieferungen des Impfstoffes und der Impfbereitschaft der ersten Gruppe ab.

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