Halle/Magdeburg (dpa/sa) - Zwei Weltkriegsbomben in zwei Städten an einem Tag: In Halle und Magdeburg haben am Dienstag Fliegerbomben Einsatzkräfte und Anwohner beschäftigt. In Halle war das 75-Kilogramm-Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg bereits am Montagabend entdeckt worden, wie die Stadt mitteilte. Bevor der Kampfmittelbeseitigungsdienst am Dienstagnachmittag erfolgreich entschärfen konnte, mussten im Umkreis von rund 500 Metern rund 2800 Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser verlassen. Nach der geglückten Aktion auf der Baustelle eines Fußball-Nachwuchsleistungszentrums konnten die Menschen zurückkehren.

In Magdeburg wurde eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe bei Sondierungsarbeiten in einem Gewerbegebiet im Stadtteil Rothensee gefunden. Sie wurde am Dienstagabend ebenfalls entschärft, wie die Magdeburger Polizei über Twitter mitteilte. Nur Firmen seien von der Räumung im Umkreis von etwa 800 Metern betroffen gewesen, keine Anwohner.

Die Polizei hatte den Gefahrenbereich und die Zufahrtsstraßen zum Fundort im Norden der Stadt abgesperrt. Weil die Entschärfung nach Einbruch der Dunkelheit stattfand, wurde Lichttechnik herangeholt, wie eine Polizeisprecherin weiter sagte.

In Halle waren nach Angaben der Stadt mehr als 150 Anwohner in einer zum Notquartier umfunktionierten Turnhalle betreut worden. Rund 30 Menschen seien per Krankentransport befördert worden.

Infos der Stadt Halle zum Bombenfund

Infos der Polizei zum Bombenfund in Magdeburg