Halle (dpa/sa) - Im vergangenen sind bei der Telefonseelsorge Halle rund 12 000 Anrufe eingegangen. Das seien etwas weniger als 2018, sagte die Leiterin Telefonseelsorge, Dorothee Herfurth-Rogge, der Deutschen Presse-Agentur. Dies liege daran, dass zunehmend im Internet beraten werde. Es gingen mehr Anfragen per Mail ein, mehr Menschen suchten Hilfe im Chat. Insgesamt seien über das Jahr 13 000 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit zusammengekommen. Jeder der rund 90 Mitarbeiter arbeite rund zwölf Stunden im Monat.

Stark angestiegen sei die Zahl der Anrufe nach dem Anschlag auf die jüdische Synagoge in Halle am 9. Oktober. "Das hat uns wirklich vor Herausforderungen gestellt", sagte Herfurth-Rogge. Betroffene, Angehörige, Zeugen oder traumatisierte Menschen hätten nach einer solchen Tat einen erhöhten Redebedarf und müssten sich das Erlebte von der Seele reden, berichtete sie eine Woche nach der Terrorattacke. Rückblickend sagt sie: "Da waren meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gute Begleiter für die Bürger Stadt."

Mit Blick auf das neue Jahr freut sich die Leiterin besonders, dass die Ausbildung der Helfer zunehmend auf digitalisierte Angebote ausgerichtet sei. So habe man die Möglichkeit auf den gestiegenen Beratungsbedarf über Chats und Mails zu reagieren.

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