Halle (dpa/sa) - Immer weniger Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene kommen neu in Heime oder andere betreute Wohnformen. Im vergangenen Jahr hätten die Jugendämter in Sachsen-Anhalt eine Heimerziehung für 1619 junge Menschen unter 27 Jahren angewiesen, teilte das Statistische Landesamt am Montag in Magdeburg mit. Das seien 15 Prozent weniger gewesen als 2017.

Die Gründe, warum junge Menschen ins Heim kommen, sind unterschiedlich: In 19,3 Prozent der Fälle wurde 2018 die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern als Hauptgrund angegeben. In 18,7 Prozent war es vornehmlich die "Unversorgtheit" der jungen Menschen, in 12,2 Prozent war zuvor eine Gefährdung des Kindeswohls angenommen worden.

Unter den neu Betreuten waren den Statistikern in den vergangenen Jahren immer weniger Jungen und junge Männer mit Migrationshintergrund. Im Jahr 2016 hatte ihr Anteil bei 41,5 Prozent gelegen, 2018 war es nur noch jeder fünfte.

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