Magdeburg (dpa/sa) - CDU und Linke in Sachsen-Anhalt haben 2020 mehr Mitglieder verloren als hinzugewonnen. Kleinere Parteien konnten ihre Mitgliederzahlen hingegen steigern, wie aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Die CDU bleibt demnach mitgliederstärkste Partei mit 6135 Anhängern (Stand 30.06.). Im Vergleich zum Vorjahreswert hat sie jedoch knapp 400 Mitglieder verloren. Die SPD antwortete zunächst nicht auf die Anfrage.

Die Linke verlor den Angaben zufolge rund 150 Genossen im Vergleich zum Juli vergangenen Jahres. Die Partei betont jedoch, dass sie im ersten Halbjahr 2020 mehr Neueintritte als Austritte verzeichnet habe. "Der Mitgliederverlust resultiert aus 67 Verstorbenen", heißt es. Sie lag Ende Juni bei 3353 Mitgliedern - zum Jahresende 2019 waren es noch 3410.

Den größten Zuwachs konnte eigenen Angaben zufolge die AfD verzeichnen. Im Zeitraum vom 1. Juni 2019 bis zum 17. Juli dieses Jahres sind rund 270 Besitzer eines blauen Parteibuchs hinzugekommen, insgesamt sind es 1326. Die FDP steigerte ihre Mitgliederzahl zwischen dem 30. Juni 2019 und dem 30. Juni 2020 von 1224 auf 1280. Die Grünen wuchsen den Angaben zufolge um rund 120 Mitglieder seit Juli 2019. Die Partei betont, dass es eigentlich 185 Eintritte gegeben habe, aber die Bilanz beispielsweise durch Austritte, Todesfälle und Wechsel in andere Landesverbände geschmälert werde.

Die Freien Wähler haben ihren Worten zufolge 85 Mitglieder im Jahr 2020 gewonnen und stehen derzeit bei 212. Sie wollen bei der kommenden Landtagswahl nächstes Jahr erstmals in allen Wahlkreisen einen Direktkandidaten aufstellen.